Felgenbruch am MTB - Riss in Fahrradfelge

Am heutigen Sonntag wollte ich bei idealem Radfahrwetter (leichter Sonnenschein im Schwarzwald und angenehme 22°C) eine Runde mit meinem MTB machen und musste im KEller feststellen, das ich mir bei meiner letzten größeren Radtour zum Spitzfelsen bei Wolfach leider einen Platten eingefahren hatte.

 

Beide Fahrradmäntel am MTB waren stark abgefahren und kein Profil mehr vorhanden und ich hatte schon seit längerem vor, die beiden Mäntel zu tauschen, die Ersatzteile lagen schon im Keller bereit. Somit war der Platten am Vorderrad für mich ein geeigneter Anlass, die beiden Mäntel auszutauschen, zumal ich vor zwei Jahren mir mit einem abgefahrenen Reifen drei mal einen Plattfuß in Folge geholt hatte.

Der vordere Reifen war schnell ausgebaut, das kleine Loch im Schlauch gefunden und geflickt und anschließend der neue Mantel montiert.

Als ich mich dann an das Hinterrad machte, musste ich beim aufziehen des neuen Mantels mit Hilfe von Reifenhebern leider feststellen, wie die Felge plötzlich immer weicher wurde und sich total verzog. Zuerst wußte ich nicht, was die Ursache war, als ich den Mantel und den Schlauch sowie das Felgebband demontiert hatte, konnte ich einen durchgängigen Riss an der Hohlkammerfelge entdecken.

Das Laufrad ist ca. 4 Jahre alt und hat eine Kilometerleistung von 11.500km und bisher hatte ich keine Anzeichen bemerkt, das sich die Felge langsam verabschiedete. Vermutlich wurde das Laufrad noch durch den montierten Mantel und den Luftdruck im inneren des Schlauchs stabilisiert.

Zuerst war der Gedanke, das Laufrad mit einer neuen Felge neu einspeichen zu lassen. Doch um so mehr ich mich dem Zustand der einzelnen Komponente am Laufrad widmete, stellte sich ein "Wartungsstau" an meinem Bulls Tirone 29" fest.

An den Bremsscheiben, welche aus zwei Lagen Edelstahl- sowie einem Kern aus Aluminiumblech bestehen, waren schon längst unter die Mindestmaterialstärke von 1,5mm abgefahren, ich konnte noch eine Materialstärke von 1,0mm messen, das am Vorderrad und Hinterrad.

Auf dem Bild lässt sich schon erkennen, wie der Aluminiumkern an manchen Stellen als dunkle Stelle zum Vorschein kommt.

Nachdem ich dann noch meinen Zahnkranz genauer angeschaute, stellte sich fest, das auch dieser schon Spiel auf der Nabe hatte, die Verzahnung am Freilauf war schon beschädigt und die Verzahnung der einzelen Ritzel war ebenfalls nicht mehr die Beste!

 

Somit gab es am So-Nachmittag eine Großbestellung an Ersatz- bzw Verschleißteile für mein MTB, bestellt habe ich folgendes:

 

  • Bremsscheibe vorne, d=180mm
  • Bremsscheibe hinten, d=160mm
  • zwei neue Schaltröllchen für das SChaltwerk
  • Ritzelpaket hinten
  • neue Fahrradkette
  • zwei neue Zahnkränze für die Kurbel vorne
  • ein komplettes neues Laufrad hinten

Mit diesen Komponenten (Investition ca. 550E) werde ich mein Fahrrad hoffentlich wieder auf Vordermann bringen können, nachdem ich in den letzten vier Jahren lediglich mal die Bremsbeläge, einen undichten Bremsgriff sowie einen Mantel am Hinterrad getauscht habe.

Viel Glück hatte ich bisher mit dem Ausfall der Komponente, nachdem erst vor vier Wochen die Sattelstrebe an meinem SQlab Titansattel 611 gebrochen ist, ist der Defekt an der Felge des hinteren Laufrads zum Glück bei der Reifenmontage zum Vorschein gekommen und ich hatte deswegen keinen Sturz mit dem Fahrrad!

Hoffentlich halte ich die Ersatzteile bald in den Händen, alles passt zusammen und ich kann dann den Schwarzwald bei einer MTB-Tour und sommerlichen Wetter erkunden...

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