Der Hohlohturm, der Hohlohsee und der Wildsee



Tourbeschreibung

Diese sehr schöne Rundwanderung startet am Wanderparkplatz in Kaltenbronn, hier befinden sich jede Menge kostenlose Parkmöglichkeiten, welche aber an Sonntagen mit Wanderwetter teilweise vollkommen überfüllt sind. Dementsprechend sind auch Massen an Menschen unterwegs, die sich teilweise über die Wanderwege schieben. Daher empfehle ich für diese Tour einen Werktag, hier ist diese ganze Gegend meist nicht so überlaufen und die Natur mit den Sehenswürdigkeiten des Hochmoors und den beiden Seen darin (Wildsee und Hohlohsee) sowie der Hohlohturm können dann auch in Ruhe genossen werden.

Vom Wanderparkplatz geht es  auf Kieswegen an den Wildgehegen Kaltenbronn vorbei bis zur Leonhardhütte, an welcher ein Spielplatz angelegt ist. Auf der Strecke dorthin ist zusätzlich ein Naturerlebnispfad für Kinder aufgebaut.

Kurz nach der Leonhardhütte geht es dann rechts auf die ersten Stege über das Hochmoor ab, hier befindet sich auch ein Pfahl, auf dem die Höhenzuwächse des Moors veranschaulicht sind.

Auf den Stegen geht es dann über das Moor vorbei am Wildsee (rechts) sowie dem Hornsee (links).

Anschließend führen die Stege wieder auf einen breiten Kiesweg, der nach rechts zur Grünhütte führt. Dort kann bei Bedarf eine Rast gemacht werden, die Portionen dort sind relativ preiswert und groß, die Qualität des Essens ist deftige Hüttenkost.

Nach einer Stärkung muss über denselben Weg wieder bis zur Kreuzung des Wegs zurückgelaufen werden und dann geht es für den großen Rundweg zum Hohlohturm und Hohlohsee aber gerade aus weiter.

Über den gut ausgebauten Waldweg geht es um den Hornberg herum und der Weg führt relativ Eben in einer großen Runde auf den Hohloh, der mit 988m über NN. mit einer der höchsten Erhebungen des Nordschwarzwalds darstellt.

Auf diesem Berg, in 984m über NN. hat der Schwarzwaldverein 1897 den Hohlohturm, offiziell auch Kaiser-Wilhelm-Turm errichtet, und mit einer Höhe von 28m wird damit eine Aussichtsplattform in ca. 1000m über NN. geboten, von der man sehr gut die Vogesen und das Rheinland sowie teilweise die Schweizer Alpen bei guter Sicht sehen kann.

Vom Hohlohturm geht es dann weiter vorbei am Hohlohsee und von diesem geht es dann über einen relativ steilen und schlecht befestigten Pfad wieder abwärts zum Wanderparkplatz in Kaltenbronn.

 

Tourdaten    
     
Startpunkt: Wanderparkplatz Kaltenbronn  
Ziel: Wildseemoor, Wildsee, Hohlohturm, Hohlohsee  
Streckenlänge: 16km  
Höhenmeter: 263m  
Tourtyp: Rundwanderung  

GPS Track zum download:



Sehenswertes auf dieser Rundwanderung

Der Hohlohturm

Quelle Wikipedia

 

Beim Nordende des Gipfelplateaus steht auf 984 m Höhe der Aussichtsturm Hohlohturm (offiziell Kaiser-Wilhelm-Turm), von dem sich oftmals umfassende Aussichten im Nordschwarzwald und darüber hinaus bieten. Er steht etwa 200 m nördlich vom Gipfel und näher an der Kante zum Steilhang, wo ein besserer Blick nach Nordwesten in das Murgtal hinab gegeben ist.

Bereits 1853 beantragte das Forstamt Kaltenbronn den Bau eines Aussichtsturmes, damit neben der Fernsicht ins Murg- und Rheintal sowie nach Württemberg und Hohenzollern bei günstiger Witterung auch die durch den Wald verdeckten und bis etwa 250 km entfernten Berner Alpen sichtbar werden. Wenige Jahre danach entstand ein Holzturm mit Orientierungstafel, der bis 1895 zugänglich war. Der Schwarzwaldverein ließ 1897 den Neubau aus Buntsandstein der Umgebung errichten (Baubeginn 10. Mai, Fertigstellung 12. August), der damals 22,2 Meter Höhe erreichte. Wegen des hohen Baumwuchses wurde er 1968 um 6,4 m erhöht auf die heutigen 28,6 m Turmhöhe.

Die Erhöhung lässt sich auch im Turminnern ablesen: im Bereich der früheren Turmspitze wechselt der Treppenstamm von Sandsteinquadern zu Sichtbeton. Insgesamt führen 158 Stufen auf den Turm. Die Aussichtsplattform liegt auf etwa 1012 m Höhe. Heute befindet sich der Turm im Besitz der Ortsgruppe Gernsbach des Schwarzwaldvereins, Eigentümer ist das Land Baden-Württemberg. Am 21. Oktober 2010 wurde zwischen dem Schwarzwaldverein und dem Forst Baden-Württemberg ein Gestattungsvertrag abgeschlossen, zuvor war die Nutzung rechtlich nicht geregelt.

Der Blick reicht von den Vogesen im Südwesten über den Pfälzerwald im Nordwesten, den Odenwald im Norden bis hin zu den Juraklippen der Schwäbischen Alb. Bei sehr guter Sicht sind auch der Feldberg im Südschwarzwald und einige Gipfel der Schweizer Alpen am südlichen Horizont zu erkennen, im Norden gelegentlich auch der Große Feldberg im Taunus. Der Ausblick wurde in den 1990er Jahren weiter begünstigt, als die Orkane Vivian, Wiebke und Lothar den hohen Baumbestand des Gipfelplateaus großflächig vernichteten.

 

Der Wildsee / Wildseemoor

Quelle Wikipedia

 

Der Wildsee zwischen Bad Wildbad und Gernsbach ist ein Moorkolk im Nordschwarzwald in Baden-Württemberg. Er gilt als der größte Hochmoorkolk in Deutschland. Das umliegende Plateauhochmoor, das Wildseemoor, ist das größte Hochmoor des Schwarzwalds und gehört zum Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn.

 

Lage

Der Wildsee befindet sich in einer Höhenlage von 909 m ü. NN auf einer Hochebene zwischen Bad Wildbad, Gernsbach und Forbach. Unmittelbar benachbart ist der kleinere Hornsee (0,43 ha). Die nächstgelegene Siedlung mit Straßenanschluss ist Kaltenbronn etwa 2 km südwestlich. Die Grenze zwischen den Gemeinden Gernsbach (Landkreis Rastatt) und Bad Wildbad (Landkreis Calw) verläuft durch den Wildsee und das zugehörige Naturschutzgebiet. Der Hornsee liegt auf Gernsbacher Gemarkung.

 

Entstehung

Am Ende der letzten Eiszeit (vor rund 10.000 Jahren) sorgten wasserundurchlässige Buntsandsteinschichten bei hohen Niederschlägen für Versumpfungen. Durch unvollständige Zersetzung entstand im Wildseemoor eine bis zu acht Meter tiefe Torfschicht. Je höher die Torfschicht, desto geringer wird das Nährstoffangebot für die auf dieser Schicht wachsenden Pflanzen. Das Ergebnis ist eine Vegetation relativ anspruchsloser Gewächse (Sträucher, Moose, Wollgräser).

 

Die Moorlandschaft wird von einem durch den Schwarzwaldverein angelegten Bohlenweg durchzogen, der den See direkt passiert. Die Beschilderung des Wanderwegs (Mittelweg Pforzheim–Waldshut) führt heute um das Naturschutzgebiet herum.

 

Geodätischer Referenzpunkt

 

Direkt neben dem Hohlohturm befindet sich seit geraumer Zeit ein Geodätischer Referenzpunkt des Landkreises Rastatt.

Die Koordinaten des Referenzpunkts lauten:

  • Länge 8° 24'56,27"
  • Breite 48°42'34,96"

Die Höhe ist 985,29m.

 

Für alle Hobby-GPS-ler oder Geocatcher besteht hier mal die Möglichkeit, die Genauigkeit des verwendeten Navigationsgeräts zu überprüfen. Oder als Radfahrer oder Wanderer kann man hier auch mal den Höhenmesser seines Fahrradcomputers oder GPS kalibrieren.

 

Der Hohloh / Hohlohsee

Quelle Wikipedia

 

Der Hohloh (988 Meter über NN) liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord größtenteils auf der Waldgemarkung des Gernsbacher Weilers Kaltenbronn, der sich 1,2 km östlich des Gipfels befindet. Am Westrand der Hochebene haben auch die Gemarkungen der im Tal der Murg gelegenen Ortschaften und Gemeinden Reichental, Weisenbach, Langenbrand und Gausbach Anteil am Berg.

Seit den baden-württembergischen Gemeindereformen der 1970er gehören Kaltenbronn und Reichental zum Gebiet der Gemeinde Gernsbach, Langenbrand und Gausbach zu Forbach (alle Landkreis Rastatt).

Das Waldgebiet Kaltenbronn gehört politisch zum westlichen Murgtal, obgleich es östlich des Hauptkamms liegt.

Die Grenze zwischen dem ebersteinischen bzw. altbadischen Murgtal (Amt Gernsbach) und dem altwürttembergischen Enztal (Oberamt Wildbad) verlief im Hohlohgebiet nicht entlang der Wasserscheide, sondern etwa zwei bis drei Kilometer östlich davon. Das gesamte Hohlohgebiet liegt daher im Badischen.

Hochebene und Hochmoor

Auf dem Südteil der Hochebene liegt das Hohlohmiss, eine Misse mit Regenmooren und mehreren Moorseen (Großer und Kleiner Hohlohsee). Diese sind wie das benachbarte Wildseemoor biogene und keine geomorphologischen Formen. Sie entwickeln sich seit der letzten Kaltzeit vor zirka 10.000 Jahren aufgrund der hohen Niederschläge auf den sauren Klebsanden des oberen Konglomerathorizonts des Mittleren Buntsandsteins. Hohlohmiss und Wildseemoor sind wegen ihrer herausragenden ökologischen Bedeutung im Naturschutzgebiet Kaltenbronn unter Schutz gestellt.

 


Einkehrmöglichkeit auf dieser Wanderung

Name

Grünhütte Bad Wildbad

Adresse

Wanderweg

am Wildseemoor

75323 Bad Wildbad

Homepage Homepage Grünhütte
Telefonnummer 07081 / 8627
Küche

einfache Vesperkarte / schwäbische Gerichte

Qualität Essen mittelmäßig - gut
Preis - Leistung gut
persönlich getestet 1x

Beschreibung

Die Grünhütte Bad Wildbad befindet sich direkt am Mittelweg, welcher von Bad Wildbad in Richtung Wildseemoor führt. Vom Wildseemoor sind es noch ca. 2km bis zu der Grünhütte, welche hier dann auch die einzige Einkehrmöglichkeit darstellt.

Dies macht sich auch an typischen Wandertragen bemerkbar, wo sich die Wandersleute förmlich um die Essensausgabe drängen. Wartezeiten von ca. 1 Stunde sind keine Seltenheit und wenn man dann endlich am Schalter vor der Bedienung steht (Restaurant ist Selbstbedienung), ist das gewünschte Essen dann leider ausverkauft (so ist es mir schon ergangen).

Die Qualität des Essens lässt an rustikales Hüttenessen erinnern, die Portionen sind zwar relativ groß, werden jedoch lieblos aus den vielen Warmhaltebehältern auf den Teller geschöpft.

Geschmacklich ist das Essen kein "Highlight", meine Maultaschen waren mit einer groben Fleischmasse "vollgestopft" und der Teig war durch das lange Warmhalten schon matschig.

 

Bei meinem zweiten Besuch der Hütte (siehe Video Winterwanderung Dezember) war wieder eine lange Schlange an der Essensausgabe, somit entschloss ich mich hier nicht mehr anzustehen.

 

Tipp

Um die Hütte herum existieren mehrere Vesperplätze / Grillmöglichkeiten, einfach ein Picknick mitbringen und dort verzehren. Machen viele Wandersleute dort als Alternative zur Einkehr in der Grünhütte.

 


Video Winterwanderung Wildsee

Im Dezember 2016 habe ich bei strahlendem Sonnenschein diese Wanderung als Winterwanderung durchgeführt.

Erwartet hatte ich eine ruhige und stimmungsvolle Wanderung in einsamer Natur, aber auch viele andere Wanderfreunde hatten diese Idee!

Somit war die Wanderung in belebter Gesellschaft aber trotzdem konnte man an einigen Stellen die Ruhe der winterlichen Reiflandschaft des Schwarzwalds genießen.


Impressionen der Rundwanderung


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