Tag 04 Von Passau nach Linz


Nach einem schönen und erlebnisreichen Tag in Passau ging es am nächsten Morgen gut erholt weiter und zwar in Richtung österreichischer Grenze.

Nachdem wir die Grenze zu Österreich mit dem Rad passiert hatten, wurde es auch wieder landschaftlich sehr schön, das Donautal ist in Österreich viel weniger verbaut und auch die Infrastruktur viel geringer als in Deutschland.

Kurz darauf kam auch der erste Übersetzter über die Donau mit einem rustikalen Holzkahn mit Außenborder, da die Anzahl der Brücken über die Donau in diesem Abschnitt auch sehr gering ist.

Zur Mittagszeit machten wir eine Pause an einem abgelegenen Landgasthof, dem Kaiserhof, welcher an einem Campingplatz mit gleichem Namen liegt. Dort lernten wir beim Essen noch ein paar nette Radfahrer aus der Schweiz kennen, welche uns ein paar Kilometer lang Gesellschaft leisteten.

Unterwegs haben wir uns dann an einer Radwerkstatt direkt am Donauradweg noch spontan dazu entschlossen, einen neuen Fahrradmantel zu kaufen (das herausragende Gewebe am Rad meines Kollegens machte uns alle nervös) und wir montierten den Mantel gleich vor der Radwerkstatt und konnten hier auch freundlicherweise das Werkzeug dazu ausleihen. Auch kauften wir bei dieser Gelegenheit wieder einen neuen Schaltzug auf Reserve, denn wir wussten inzwischen die Vorzüge eines Ersatzseilzugs im Gepäck sehr zu schätzen.

Abends in Linz angekommen bezogen wir das Zimmer im ältesten Gasthof von Linz, dem goldenen Anker, dieses war allerdings nicht sehr gepflegt, dafür aber preisgünstig.

Somit beschlossen wir, nachdem alle geduscht waren, baldmöglichst das Zimmer zu verlassen und Linz zu erkundigen. Da es bei einem Kollegen auch körperlich an die Substanz ging (kein Training vor der großen Radtour) kauften wir in einer Apotheke erst einmal Kältespray und Voltaren für den angeschwollenen Knöchel.

Danach ging es in einen Biergarten mitten in der Stadt, wo ich leider drei mal hintereinander ein Bierkrug mit anhaftenden Bierresten am Boden des Krugs bekam, letztendlich habe ich das Bier aus der Flasche getrunken.

Zur späten Stunde führte uns der Stadtbummel noch in luftige Höhe auf eine hochgelegene Szenebar, den Skygarden in Linz, welcher auf einem Kaufhaus eine schöne Aussichtsterrasse im Freien hat und die letzten Cocktails ließen dann die Löcher in unserer Bettwäsche und dem Teppichboden sowie das Taubenskelett auf dem Fenstersims bei unserer Unterkunft vergessen!


Tourdaten    
     
Startpunkt: Passau  
Ziel: Linz  
Streckenlänge: 96km  
Höhenmeter: 1084m  

Gps Track zum download:



Ortschaften am Donauradweg

  • Passau (0km)
  • Lindau (5,5km)
  • Wörth (14,9km)
  • Pyrawang (15,4km)
  • Kasten (19,6km)
  • Jochenstein (24,8km)
  • Engelhartszell (26,9km)
  • Niederranna (33,5km)
  • Wesenufer (35,7km)
  • Schlögen (42,0km)
  • Inzell (46,1km)
  • Kobling (51,1km)
  • Aschach an der Donau (68,5km)
  • Brandstatt (71,6km)
  • Fall (83,2km)
  • Wilheringer Ufer (85,2km)
  • Ottensheim (85,7km)
  • Puchenau (85,2km)
  • Linz (96,5km)

 


Befahrene Fernradwege:

Donauradweg:



Literatur zum Donauradweg/Linz

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- Abwechslungsreicher Stadtspaziergang
- Erlebnisvorschläge für ein langes Wochenende
- Ausflüge nach Enns, Passau und St. Florian
- Shoppingtipps vom Antiquitätenladen bis zum Designershop
- Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die oberösterreichische Küche
- Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom gemütlichen Heurigenlokal bis zur quirligen Studentenkneipe
- Linz im Dritten Reich: „Führerstadt“ und Konzentrationslager Mauthausen
- Linz zum Träumen und Entspannen: Donauufer, Parks, Pöstling- und Magdalenenberg
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Einkehrmöglichkeiten am Donauradweg

Name Gasthof / Pension Kaiserhof
Adresse

Familie Knogler

Kaiserau 1,

A-4082 Aschach / Donau

Homepage Pension Kaiserhof
Telefonnummer 0043 7273 / 6221-0
Küche

gutbürgerliche Küche

Qualität Essen gut
Preis - Leistung gut
persönlich getestet 1x

Beschreibung

 

Der Gasthof Kaiserhof liegt direkt am Donauradweg neben einem dazugehörigen Campingplatz. Nachdem der Donauradweg zuvor ein großes Stück in der Natur verlaufen ist, ist der Kaiserhof die erste Einkehrmöglichkeit nach einer langen Wegstrecke, welche wir nutzten.

 

Die Gaststätte und Pension ist natürlich sehr auf Radfahrer eingerichtet und der große Gastraum sowie die große Dachterrasse bietet jede Mengen Fahrradfahrern Platz. Wir nutzen damals natürlich bei dem herrlichen sonnigen Wetter die große Dachterrasse aus und genossen das Mittagessen mit zwei Radfahrern aus der Schweiz, welche wir die Kilometer davor kennen gelernt hatten.

 

Die Portionen sind normal bis groß und gutbürgerliche bzw. österreichische Gerichte.

 

Die Bedienung war leider nicht ganz so freundlich, als wir fragten, ob wir kurz das Festnetz benutzen könnten, um ein Zimmer für die Nacht anzufragen, war auf einmal die Telefonanlage kaputt - was uns alle ein wenig verwunderte!

 

 

Name Klosterhof Linz
Adresse

Landstraße 30

4020 Linz, Österreich

Homepage Klosterhof Linz
Telefonnummer +43 732 770676
Küche

einfache Vesperkarte, deftige Gerichte

Qualität Essen mittelmäßig-gut
Preis - Leistung mittelmäßig
persönlich getestet 1x

Beschreibung

Klosterhof in Linz ist ein zentral gelegener Biergarten mitten in der Stadt Linz. Wir freuten uns alle nach dem langen Tag auf dem Fahrrad auf ein kühles Bier bei einer deftigen Kost und beschlossen dort einzukehren.

 

Allerdings erwies sich das als großer Fehler. Nachdem ich mein erstes Bierglas mit Bierresten am Glasboden und Lippenstift am Glasrand erhalten hatte, reklamierte ich beim Kellner. Ein zweites Glas wurde mir gebracht, welches ebenfalls stark mit Speiseresten sowie Bierresten verschmutzt war. Danach beschloss ich mein Bier aus der Flasche zu trinken.

 

Die Speisen, welche uns serviert wurden (bei mir eine Grillplatte) waren soweit in Ordnung, allerdings waren die Preise für Kost und Trank viel zu teuer.

 

Meiner Meinung nach ist der Klosterhof eine Touristenfalle und meine negativen Erfahrungen werden auch durch die überwiegend negativen Google-Rezessionen bestätigt. Hier mal ein kleiner Auszug von drei Gästen denen es so ähnlich wie mir ergangen ist:

 

 

 

Rezession 01:

 

" Wahnsinn wie viel man sich eigentlich als Kellner bzw. Kellnerin erlauben darf !!
Ich kann nur die vielen Kritiken über das Service im Klosterhof in Linz die hier auf google und im Netz sind absolut zustimmen.
Wie weit kann man eigentlich gehen ohne wirklich einen Schaden zu nehmen, ist hier die Devise des Serviceteams.
Ich wundere mich immer wie viel Leute sich das gefallen lassen.
Also bis auf eine Kellnerin und 2 Kellner ist das gesamte Servicepersonal (inklusive Schankpersonal ) unter aller Kritik.
Also Bier war abgestanden und warm in einem absolut kaputten Glas serviert ...ich reklamiere direkt bei der Schank ...Schankmitarbeiter sagt mir wortwörtlich "Das ist bei uns normal wir haben viele kaputte Gläser und was ich überhaupt will das Bier ist eh net so warm ..Hä Kundenservice sieht anders aus oder ??"

 

.....
 Liebe Leute aus Linz und Umgebung: Ich glaube es gibt in Linz bessere Orte, seinen wohlverdienten Nachmittag zu geniessen, zumal es ja nicht gerade billig ist ( Halbe Stiegl Bier 4,10 ! und Stiegl Pils Pfiff (0,20 l) € 3,40 ) und wo ich als Mensch und Kunde noch wahrgenommen werde. "

 

 

 

Rezession 02:

 

" Das Ambiente schön, der Gastgarten einer der schönsten in Linz!
Das Personal absolute Katastrophe. Kann nur mehr vom Tourismus leben, Einheimische meiden dieses Lokal in großem Bogen. Schade dass dieses Traditionshaus so katastrophal geführt wird! "

 

 

 

Rezession 03:

 

" On August 2, 2015, I visited Linz with my girl friends from Prague. We walked the city and all sightseeings. We loved the city especially from its roof tour! Then, we decided being hungry to have some good typical Austrian meal. We stopped in a nice looking restaurant Klosterhof on Landstrasse 30. Everything looked fantastic until when we realized that we (totally hungry) were waiting 1 hour and our neighbors who came later already ate. When we asked waitress she said that she has nothing to do with us because she cares just for drink. Then, waitress assured us that she speaks 4 languages fluently even if she is Czech in origin. However, she was not helpful at all. Actually, we received our meal after one hour from our order, and without side dish, and nobody explained us why it happened, and "nobody said to us I am sorry". It is a shame, and now unfortunately, we cannot recommend this restaurant to anybody. "

 

Tipp:

Unbedingt woanders die traditionell gute österreichische Küche genießen!

 

Name Skygarden Linz
Adresse

Landstraße 17-25

4020 Linz, Österreich

Homepage Skygarden Linz
Telefonnummer +43 732 770676
Küche

Snacks, Cocktails

Qualität Getränke gut
Preis - Leistung mittelmäßig
persönlich getestet 1x

Beschreibung

Der Skygarden ist eine Szenebar in mitten in der Stadt Lins. Sie befindet sich auf dem Dach eines Kaufhauses und auch der Zugang erfolgt über den Eingang sowie den Aufzug des Kaufhauses.

 

Nachdem wir diese Bar, welche mit Fackeln beleuchtet war, gesehen hatten, beschlossen wir den Abend in Linz dort auszuklingen lassen.

 

Auf der Dachterrasse stehen Liegestühle und es wurde versucht, mit entsprechender Dekoration karibisches Flair aufkommen zu lassen.

 

Die Getränkekarte ist sehr vielfältig und es gibt neben einfachen Getränken auch eine große Anzahl an frisch gemixten Cocktails.

 

Allerdings sind die Preise dort sehr teuer, das ganze Ambiente wird entsprechend verrechnet. Somit muss man sich gut überlegen, ob man für viele Euros ein paar Stunden gefühlt zur Schickeria von Linz dazugehören möchte :-)

 


Unterkunft

Name:

Göttfried Linz

(ehemalig Goldener Anker Linz)

Adresse:

Hofgasse 5

4020 Linz, Österreich

Telefon: +43 732 997023

Zimmerpreis

pro Nacht

(Dreibettzimmer

mit Frühstück):

ca. 40 E / Person

Homepage:

Göttfried Linz

Unterstellmöglichkeit

Fahrrad

im Flur des Restaurants

Preis / Leistung

gut

Beschreibung:

Das Göttfried in Linz hieß zu damaliger Zeit noch Goldener Anker Linz und ist der älteste Gasthof der Stadt. Wir suchten damals ein günstiges Zimmer in Linz und für knappe 40 E pro Nacht teilten wir ein Dreibettzimmer im Goldenen Anker. Das Zimmer war allerdings auch in einem sehr grenzwertigem Zustand, der Teppichboden hatte Löcher, meine Bettwäsche Brandlöcher, in meinem Bett fand ich noch Kleingeld und im Nachbarzimmer lag auf dem Fenstersims neben viel Vogelsch.... auch eine verweste Taube.

Das Bad war eine dunkle Nasszelle ohne Fenster oder Lüftungsmöglichkeit, dementsprechend zog eine Dampfwolke durch den Raum, nachdem drei Radfahrer duschen waren. Generell war das Zimmer nicht sehr sauber und gepflegt.

Dafür war das Frühstück aber sehr ausgiebig und vielseitig. Als die Wurstplatte und dreien nicht reichte und wir noch einmal nach ein wenig Salami fragten, bekamen wir noch einmal einen ganzen Teller voller Wurst, die dreifache Menge, als wir zu Beginn des Frühstücks serviert bekamen.

 

Besonderheiten:

Der Goldene Anker ist inzwischen frisch verpachtet und die ganzen Zimmer wurden modernisiert und renoviert. Auch bietet die Gaststätte laut Homepage viele kulinarischen Genüsse an, der Zimmerpreis ist für Linz immer noch auf einem günstigen Niveau. Als Grund die neue aufgemachte Gaststätte mit Pension mal zu Testen!