Falk IBEX - Outdoor-Navigationsgerät


Meine beiden Falk Outdoor-Navigationsgeräte vom Typ IBEX30, rechts die Ausführung der ersten Generation, links das Nachfolgegerät Falk IBEX 30 der zweiten und gegenwärtig aktuellen Generation


Outdoor-Navigationsgeräte allgemein

Im Jahr 2007 bin ich durch zwei Arbeitskollegen zum ersten mal auf das Thema Outdoor-Navigation für das Fahrradfahren sowie Wandern aufmerksam gemacht worden. Mir wurde erzählt, das mit Hilfe des Navigationsgerätes fahrradgeeignete und abwechslungsreiche Strecken berechnet werden können und das das Gerät zwischen einem Startpunkt und Endpunkt einer Strecke nahezu unerschöpflich viele Möglichkeiten an Strecken findet und somit das Thema abendliche Radtour nach der Arbeit zum Erkundungsabenteuer wird.

Da damals die Geräte (die Anzahl an Outdoor-Navigationsgeräten war damals auch sehr begrenzt auf ca. 6-8 Modelle) zwischen ca. 350 - 450 Euro kosteten, überlegte ich eine ganze Zeit lange, aber als ich dann bei ebay die Möglichkeit hatte ein reduziertes und neuwertiges Falk IBEX30 zu kaufen, das damals auch meine beiden Kollegen hatten, griff ich zu.

Der Vorteil des Falk Ibex war damals der schon große Bildschirm mit 3,5" sowie die Routingfunktion, welche damals noch nicht alle Geräte für den Outdoorbereich hatten.

Mit diesem Gerät habe ich dann meine ersten Erfahrungen mit der Navigation beim Radfahren gewonnen und mich daraus auch weiterentwickelt. Inzwischen ist der Umgang mit dem Navigationsgerät eine routinierte Tätigkeit, welche ich auch nicht mehr vermissen möchte. Und mit dem Falk IBEX der zweiten Generation, ohne die "großen" Kinderkrankheiten der ersten Generation, ist es mir auch gelungen, das Thema Navigationsgerät bei Radtouren oder Wanderungen im Hintergrund abspielen zu lassen.


Falk IBEX30 der ersten Generation


Das Falk IBEX30 der ersten Generation. Die technischen Daten waren damals:

  • IPX7: wasserdicht
  • Farbdisplay: 89mm Diagonale (3,5″), Touchscreen
  • Abmessungen: 11×7,8×2,5 cm
  • Gewicht: 200g inkl. Akku
  • Speicher intern: 2 GB
  • Wechselbarer Akku: Lithium Ionen, aufladbar
  • Steckplatz: micro SD Karte bis 16GB (SDHC)
  • Anschluss: USB 2.0 Massenspeicher
  • Sensoren: Barometer und Kompass

Nach dem Kauf meines Falk IBEX30 begann ich gleich damit, mir Radtouren von meinem neuen Gerat planen zu lassen und bin diese auch anschließend so gefahren. Später habe ich dann diese Navigationsgerät auf meinen Radtouren und Wanderungen benutzt und dort auch weitere Erfahrungen gesammelt, welche die Langzeitbenutzung mit sich bringt.

 

Routingfunktion

Die Möglichkeit der Routingfunktion war damals sehr neu und nicht bei allen Outdoor-Navigationsgeräten verfügbar und für mich ein Kaufargument, da ich mich auf viele neue und abwechslungsreiche Radtouren freute. Allerdings musste ich sehr schnell lernen, dass hier meine Erwartungshaltung ein wenig zu hoch war. Das GErät hat zwar laut HErsteller sämtliche Wanderkarten sowie Radkarten Deutschlands und das Fernradwegnetz routingfähig integriert, daoch was das Gerät daraus macht ist teilweise unverständlich.

Bei der Planung können verschiedene Parameter gesetzt werden, ob die Strecke zum Beispiel flach, kurz oder möglichst nur auf Radwegen verlaufen soll und sind diese Parameter gesetzt, macht das Navigationsgerät dann drei unterschiedliche Tourenvorschläge, welche ausgewählt werden können.

Die Navigation der so geplanten Strecken erfolgt visuell (über Pfeile auf dem Display) sowie auch akustisch (Sprachbefehle oder Piep-Ton)

Leider Verlaufen die Strecken, trotz angewählter Option Radwege verwenden, oft auf der Landstraße, obwohl sich daneben ein Radweg befindet und dieser sogar im Kartenmaterial des Geräts vorhanden ist! So verlaufen viele (fast alle) Touren oft auf Verkehrshauptadern obwohl parallel dazu ein Radwegnetz vorhanden ist.

Der zweite Fall ist, dass der vom Navigationsgerät ausgewählte Radweg wirklich wenig befahren ist, dann aber in einer Art "Sackgasse" endet, weil der "Radweg" plötzlich weiter als Trampelpfad oder Wiesenweg verläuft oder nicht mehr vorhanden ist (die Natur hat ihr Terrain zurückerobert).

Auch ist auf die Tourenplanung wenig Einfluss zu nehmen, das Navigationsgerät plant die Strecken komplett selbstständig. Auf dem kleinen Bildschirm ist dann die Untersuchung des Streckenverlaufs sehr mühselig, daher bin ich von der Planung per Routingfunktion abgekommen und benutze die nur in Ausnahmefällen oder bei sehr spontaner und abenteuerlustiger Tourenplanung:-)

 

Kartenmaterial

Das Falk Ibex ist laut Hersteller mit allen verfügbaren Premiumkarten für Radwege oder Wanderwege ausgestattet (Basisversion für Deutschland). Das fast  jeder Trampelfpfad auf dem Gerät vorhanden ist, kann ich nur bestätigen, teilweise sind die Wege schon gar nicht mehr existenziell. Möchte man weiteres Kartenmaterial (Österreich, Schweiz oder Mallorca) muss  dieses relativ teuer hinzugekauft werden und kann über die SD-Karte eingesetzt werden. Das interne Kartenmaterial endet strikt mit der Landesgrenze Deutschlands bei diesem Gerät, die GXP-Dateien verlaufen dann auf grünem Bildschirm.

Leider ist das Kartenmaterial auch teilweise sehr veraltet, gerade was Einkehrmöglickkeiten wie Gaststätten betrifft, hier sind viele inzwischen leider geschlossen und existieren nicht mehr.

 

 

 

Verwendung von GPX-Dateien

Die weitaus bessere Alternative zur Routingfunktion mit dem Gerät ist das Heraufladen von extern geplanten GPX-Tracks. Diese können vorab am PC an einem großen Bildschirm in aller Ruhe und mit der gewünschten Genauigkeit geplant werden, anschließend wird die Datei über den USB-Anschluss auf das Gerät heraufgeladen. Ein sehr gutes und kostenloses Programm für Baden-Württemberg ist der Radtourenplaner Baden-Württemberg, den ich sehr gerne verwende um meine Heimat rund um Schopfloch, Freudenstadt und den Schwarzwald zu erkunden.

Fertig geplante (lokale) Touren können auch über das Portal www.gpies.de heruntergeladen, wo ich unter anderem auch meine aufgezeichneten GPS-Tracks hoch lade.

Der Austausch der Dateien kann mit Hilfe eines Programms von Falk erfolgen (Falk Activity Manager) oder nach einiger Erfahrung und Kennenlernen der Dateistruktur auf dem Gerät auch ganz einfach mit einem Dateimanager oder Explorer.

Mit diesen extern geplanten Touren (Radtourenplaner BW oder gpsies) habe ich bisher sehr positive Erfahrungen gemacht und das Navigationsgerät kann die GPX-Dateien teilweise (bei guter Qualität) sogar umrechnen, dass eine Routingfunktion (mit akustischen und visuellen Befehlen) möglich ist.

Zusätzlich sind auf dem Gerät einige schöne Fernradwege als GPX-Track bereits vorhanden, diese sind auch deutschlandweit verteilt, somit ist für jeden was dabei.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller ca. 6 Stunden, leider habe ich diese Zeit nie erreicht. Selbst bei komplett abgedunkelten Display (soweit möglich) hatte ich beim Wandern maximal 4- 4,5 Stunden Laufzeit. Somit habe ich mir baldmöglichst einen zweiten Akku bestellt, welcher ein Zubehörteil eines anderen Herstellers war. Mit diesem Akku hatte ich allerdings noch viel geringere Laufzeiten, denn das Navigationsgerät kann diesen nicht richtig laden. Somit habe ich das Navigationsgerät bei langen Tagestouren mit dem Rad über den Nabendynamo sowie das B&M USB-Werk ständig geladen, was eine sehr hohe Verfügbarkeit mit sich brachte, allerdings andere folgend geschilderte Probleme.

Ansonsten kann der Akku über den USB-Anschluss mit jeder USB-Spannungsquelle geladen werden.

Leider geheh alle aktuellen Tourdaten (zum Beispiel beim Aufzeichnen einer Tour) beim Wechsel oder der Entnahme des Akkus verloren.

 

Problematik Energiemanagement

Da das Navigationsgerät mit dem eingebauten Akku nur eine begrenzte Laufzeit hat, habe ich mich für das Laden während der Benutzung entschlossen.

Dazu kaufte ich mir das USB-Werk von B&M, dass mit Hilfe eines Pufferakkus einen konstanten Strom über einen USB-Adapter liefert. Somit lud ich mein Navi regelmäßig während meiner Radtouren und hatte fast immer einen vollen Akku. Doch mit der ZEit wurde der GPS-Empfang des Geräts immer schlechter und der Status des GPS-Signals wechselte immer öfter von grün auf gelb oder rot.

Bis dann eines Tages nur noch kurz beim Einschalten kurz das GPS-Zeichen auf dem Display grün aufblinkte, dann aber auf rot blieb und das Navigationsgerät unbrauchbar war.

Durch Recherchen in diversen Foren bin ich dann auf einen Kommentar eines Forumsteilnehmers auf das Software-Problem des Navigationsgeräts aufmerksam gemacht worden. Dieser hatte ebenfalls diese Symptome (wie viele andere Forumsteilnehmer) und hatte sich über die Hotline von Falk über eine Abhilfemöglichkeit informiert. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass die beiden Dateien

GN_UTC_Data.bin und  GN_NV_Store.bin (beides Konfigurationsdateien des Geräts) im Hauptverzeichnis des Speichers mit Hilfe eines externen PC's gelöscht werden müssen und nach einem erneuten Eischalten schreibt das Gerät zwei neue Dateien und die Funktion ist wieder da. Der Fehler resultiert auf Grunde dem Lademanagements des Geräts bei zu leerer Batterie (oder auch zu voller?) und sei bekannt! siehe auch:

 

http://forum.pocketnavigation.de/forum1000290-falk-outdoor-navigation/1170840-keien-satelliten-empfang/

 

Mit Hilfe dieses Tipps habe ich dann dieses Problem im Laufe der Jahre ca. 5 mal selbst lösen können, allerdings sind diese Schwierigkeiten meist bei meine Ganztagestouren oder Radreisen aufgetreten, dann wenn man diese am wenigsten brauchen kann. Das war auch der Hauptgrund für den Kauf des neuen Falk IBEX30 der zweiten Generation!

Halter Navigationsgerät

Die mitgelieferte Halterungsmöglichkeit für das Navigationsgerät ist eine Rundschelle aus Kunststoff, welche aus zwei Hälften besteht und mittig über zwei Schrauben verbunden wird. Allerdings reicht der Innendurchmesser dieser Befestigungsmöglichkeit nur für kleine Ruhrdurchmesser (wie in der Nähe der Griffe am Lenker vorhanden) und somit hann das Navigationsgeräte nur relativ weit außen am Lenker montiert werden. Verläuft das Lenkerrohr konisch (wie bei meinem Rad) findet die Halterung gar keinen Halt und löst sich immer wieder; ich habe der Probelmatik entgegengewirkt, dass ich am Lenker mehrere Lagen Klebeband angebracht habe, welche als Stütze gedient haben.

Leider ist bei dieser Montage am Lenker der Einblick ins Navigationsgerät oft sehr schlecht, vor allem bei hellem Sonnenlicht! Daher habe ich mir selbst eine Halter aus Aluminium gebaut, welcher über zwei Kabelbinder sowie einem Stück doppelseitigem Klebeband auf dem Vorbau befestigt werden kann. Dann befindet sich das Navigationsgerät gut geschützt und immer gut einsehbar mittig am Rad. Diese Lösung wurde auch bei der zweiten Generation des Falk IBEX vom Hersteller umgesetzt:-)

Schutzfolie

Da der resistive Touchscreen auf Grund seines Aufbaus sehr empfindlich ist und die Oberfläche aus Kunststoff schnell Kratzer bekommt ist die Verwendung einer Displayschutzfolie nahezu kompromisslos.

Ich habe mir schon bei Kauf des Navigationsgeräts eine Schutzfolie bei einem namenhaften Hersteller bei e-Bay hinzugekauft, die leider überhaupt nicht passend für dieses Gerät war und somit auch die Montage scheiterte. Ich haben diesem Hersteller die wirklichen Abmaße des Bildschirms mitgeteilt und dafür gab es dann zwei neue Folien gratis, welche fast passend waren (ca. 0,5mm zu groß). Ich empfehle vor Montage der Schutzfolien darauf zu achten, dass diese eher in beiden Richtungen um ca. 0,5mm zu klein ist, dann kann die Montage gut erfolgen. Ansonsten ist die Anbringung in dem tief versenkten Display nahezu unmöglich und die Folie löst sich an den Rändern immer wieder ab.

 

Satellitenempfang

Der Satellitenempfang des Falk IBEX30 der ersten Generation ist sehr gut und selbst in geschlossenen Räumen in Fensternähe ist schon der Standpunkt berechenbar. Auch ist der Empfang bei Einschalten sofort verfügbar und bei starkem Regenwetter oder Gewittern immer noch gegeben.

Reparaturmöglichkeit / Service

Auf Grund der Verwendung eines billigen Ladeadapters für Nabendynamos von Pearl bekam mein Navigationsgerät Überspannung und die USB-Buchse mit Ladeeingang wurden beschädigt. Ich habe mein Gerät zu Falk eingeschickt und die Kosten für die Reparatur (Austausch des Hauptbords gegen eine neues Bord der neueren Generation sowie Softwareupdate) kostete ca. 80 Euro und wurde sehr schnell durchgeführt, was für eine hohe Servicefreundlichkeit bei angemessenen Preisen spricht!

 

Zusammenfassend

Das Falk IBEX30 der ersten Generation ist ein sehr robustes Gerät mit sehr gutem Satellitenempfang und einem großen Display, die Funktionen sind intuitiv und durch selbsterklärende Motive dargestellt.

Nachteilig ist das Lademanagement des Navigationsgeräts, welches für mich mit der relativ geringen Akkulaufzeit einer der gravierendsten Mängel darstellt, der auch von Falk auf Anfrage nicht behoben werden kann. Somit hatte ich mehrere Totalausfälle des Navis bei meinen Radreisen nach mehreren Tagen bei regelmäßigen Laden mit einem Nabendynamoladegerät und kein Satellitenempfang war mehr möglich.

Die Routingfunktionen des Geräts stecken noch eindeutig in den Kinderschuhen und daher ist eine Tourenplanung (rein auf Radwegen oder Wanderwegen) mit diesem Gerät nahezu unmöglich.

Daher ist dieses Gerät für den gelegentliche Tagesgebrauch bei kleineren Radtouren und Wanderungen geeignet (unter Verwendung von GPX-Dateien oder zur Aufzeichnung von Strecken), wenn sich zum Beispiel der günstige Kauf eines Geräts bei ebay anbietet.

Falk IBEX30 der zweiten Generation


Das Falk IBEX32 der neuen Generation hat laut Hersteller folgende technischen Daten:

  • Robustes Gehäuse, wasserdicht (IPX7 = bis zu 30 Minuten bei einem halben Meter unter Wasser)
  • Wechselbarer, wieder aufladbarer Lithium-Ionen-Akku, 1100 mAh
  • Gewicht inkl. Akku: ca. 200 g
  • Farbdisplay, Touchscreen, Diagonale 89 mm (3,5“)
  • Barometer
  • Elektronischer Kompass
  • Maße: 11 x 7,8 x 2,5 cm
  • Anschluss: Micro-USB 2.0 Massenspeicher
  • Speicher IBEX 30: 2 GB

 


Nachdem mich mein Navigationsgerät auf Grund des schlechten Lademanagements und einem daraus resultierenden Softwarebug kurz vor dem Brennerpass im Stich gelassen hat, war dies der Moment mich für den Kauf eines neuen Geräts zu entscheiden.

Da ich sonst mit dem Falk Ibex 30 relativ zufrieden war (vor allem das große Display) und ich auch schon teures Zusatzkartenmaterial gekauft hatte, ging ich der nächsten Generation offen entgegen und hoffte, dass die Kinderkrankheiten der ersten Generation bei dieser inzwischen behoben worden sind.

Und im Großen und Ganzen wurde ich hier auch nicht enttäuscht, auch wenn mein erstes zugesendetes Gerät erst einmal ein Dämpfer war.

Dieses Neugerät hatte unter freiem Himmel nach 10 min noch immer fast keinen Satellitenempfang (gelbes Signal) und bei Regen gar keinen Empfang mehr. Daher habe ich das Gerät nach ein paar Tagen wieder zurückgesendet und dafür umgehend leider nur ein "neuwertiges" getestetes Tauschgerät erhalten, was ich als geschädigter Kunde leider ein wenig enttäuschend fand.

 


Allgemeines

Das Falk IBEX30 der neuen Generation ist sehr an die vorherige Generation angelehnt, das Gehäuse mit Design sowie Größe lässt auch auf den ersten Blick einen großen Wiedererkennungswert zu. Auch ist die Software auf den ersten Blick nahezu identisch, ein paar Neuerungen (mache sind große Verbesserungen, andere nette Spielereien) wurden hinzugefügt. Wer mit dem Falk IBEX 30 der ersten Generation vertraut ist, kann mit diesem Gerät nahezu so weiterarbeiten wie bisher!

 

Verbesserungen

Eine der größten Verbesserungen ist das Lademanagement des Geräts, es kann während der Benutzung mit einer Energiequelle (USB-Powerbank oder Nabendynamoladegerät) aufgeladen werden, ohne dass es zu Softwareproblemen kommt. Außerdem ist die Laufzeit des Geräts durch die Verwendung eines größeren Akkus schon laut Hersteller verdoppelt worden auf 10 - 12 Stunden.

Die Routingfunktionen des Geräts sind auch deutlich spürbar verbessert worden, es werden bevorzugt bei der Tourenplanung Radwege und Wanderwege verwendet, was bei den ersten Softwareversionen des alten Falk IBEX nicht der Fall war.

Auf der Grundversion des Geräts ist im Normalfall eine Premiumkarte für Deutschland enthalten, welche wiederum alle Wanderkarten sowie Radfahrkarten enthält. Neu ist zusätzlich, dass darüber Hinaus noch Kartenmaterial für nahezu ganz Europa enthalten ist, das zumindest alle wichtigen Straßen enthält und somit auch eine "Basisnavigation" möglich ist.

Eine große Funktionsverbesserung ist, dass aufgezeichnete Touren nach dem Ausschalten des Geräts wieder fortgesetzt werden können. So kann zum Beispiel bei einer mehrtägigen Tour am nächsten Tag die Trackaufzeichnung nach Einschalten fortgeführt werden oder während der Tour kann auch der Akku durch einen Ersatzakku gewechselt werden.

Eine nette Neuerung ist das elektronische Gipfelbuch (Peakhunter), womit zumindest einige Höhenpunkte und Gipfelerlebnisse im Leben gespeichert werden können;-)

Die Halterung des Navigationsgeräts ist ebenfalls überarbeitet worden und die Montage am Vorbau des Lenkers ist serienmäßig vorhergesehen (mit Hilfe zweier Kabelbinder), außerdem ist das Navigationsgerät leichter zu Öffnen und zu Schließen (im Fall eines Akkuwechsels) mit Hilfe einer drehbaren Verriegelungsschraube.

 

Verschlechterungen

Wo viel Licht herrscht, ist zumindest auch immer ein wenig Schatten. Ein Nachteil am Gerät ist der relativ zähe Satellitenempfang nach Einschalten sowie das Finden mehrerer Satelliten. Mein erstes gekauftes Gerät der zweiten Generation hatte hier schon einmal einen Defekt und fast gar keinen Empfang und musste gegen ein neues Gerät umgetauscht werden. Dieses hat nun einen brauchbaren Empfang, allerdings war dieser bei der ersten Falk IBEX30 Generation stärker (mehr Satelliten verfügbar auch bei schlechtem Wetter) und nach Einschalten schneller verfügbar.

Der umlaufende schwarze Gummirand an den Seitenflächen des Geräts ist leider nur eingeklebt und an den Ecken meines Austauschgeräts löst sich dieser leider schon heraus. Generell ist der Aufbau des Gehäuses nicht mehr ganz so robust wie bei der ersten Generation, das Design ist eher auf hochwertig und edel gemacht.

 

Fazit

Das Falk IBEX 30 kann ich jedem Empfehlen, wer ein wenig Geld in die Hand nehmen möchte (für das Gerät sowie weiteres Kartenmaterial oder Zweitakku mit Ladegerät) und man bekommt dafür einen sehr hohen Funktionsumfang und ein langlebiges Gerät (mein Falk IBEX30 der ersten Generation ist immer noch voll funktionsfähig).
Wer allerdings nicht so oft davon Gebrauch machen möchte oder erst einmal in die Welt der Outdoornavigationsgeräte hineinschnuppern möchte, für den gibt es inzwischen jede Menge an anderen Möglichkeiten, welche nur ca. 1/3 des Anschaffungspreises kosten und auch auf kostenloses Kartenmaterial zurückgreifen.

Aktualisierung April 2016

Übertragen von GPX-Dateien

Da ich auf mein Falk IBEX 32 regelmäßig GPX-Dateien aufspiele oder herunterlade und hier auch schon in diverse Fettnäpfchen getreten bin (ich stand am Startpunkt der Wanderung oder Radtour und die Strecke war nicht verfügbar oder defekt) möchte ich hier kurz zusammenfassend beschreiben, was im Wesentlichen beachtet werden muss.

Das Falk IBEX 32 kann GPX-Dateien im Format 1.0 sowie 1.1 verarbeiten und gibt die Dateien im 1.1 Format aus. Der Radroutenplaner gibt ebenfalls die Dateien im 1.1 Format aus, somit bestehen hier keine Kompatibilitätsprobleme.

Wer gerne eine spezielle Software zum Aufspielen oder Herunterladen benutzen möchte, kann hier den Falk Activity Manager benutzen, welcher unter folgendem Link zum kostenlosen downloaden zur Verfügung steht.

Mir persönlich ist der Falk Activity Manager zum Datenaustausch zu aufwendig aber er hat seine Vorzüge zum Beispiel in der Erstellung eines Backups der Navigationssoftware oder zum Aktualisieren der Software seine Berechtigung.

Der Datenaustausch muss bei mir schnell und unkompliziert über Kopieren und Einfügen erfolgen, sobald das Gerät am USB-Anschluss erkannt wurde.

Aufspielen von GPX-Dateien

Das Aufspielen von GPX-Dateien (zum Beispiel geplante Touren mit dem Radroutenplaner Baden Württemberg) muss in das richtige Verzeichnis erfolgen.  Die GPX-Dateien müssen unter dem Verzeichnis Wechseldatenträger(hier F)-GPXImport abgelegt werden.

häufiger Fehler beim Aufspielen von GPX-Dateien

Auf dem Navigationsgerät gibt es unter dem Verzeichnis Wechseldatenträger(hier F)-Navigator-Save noch zwei Ordner namens "GpxManagement" und "ImportedTracks", in denen ebenfalls Touren (im Ordner "ImportedTracks" im GPX-Format) enthalten sind. Aber alle GPX-Dateien, welche vom Benutzer nachträglich in diese Verzeichnisse kopiert werden, werden anschließend im Trackmanager des Navigationsgeräts nicht gefunden und können nicht benutzt werden!

Herunterladen von aufgezeichneten GPX-Dateien

Die mit dem Navigationsgerät aufgezeichnete Dateien liegen im Verzeichhnis Wechseldatenträger(hier F)-Navigator-Save-RecordedTracks und können von hier aus herauskopiert werden und zum Beispiel dann bei gpsies weiterverwendet werden.

Allgemein

Da ich leider schon allzu oft defekte GPX-Dateien auch schon von offiziellen Tourismusseiten herunter geladen habe, welche dann beim Öffnen nicht funktionsfähig waren, empfehle ich nach Übertragung von GPX-Dateien vor Tourenstart noch einen Funktionstest zuhause und lasse mir die Tour einfach noch einmal kurz anzeigen. Dann sollte alles bei der Radtour oder Wanderung klappen, außer der Akku lässt einen im Stich:-) 

Aktualisierung März 2016

Probleme Micro-USB-Buchse Falk IBEX32

Im Februar 2016 habe ich bei meinem Falk IBEX 32 (Kaufdatum Juni 2015) die erste Probleme mit der Micro-USB-Buchse bekommen. In meinen Augen ist diese Neuerung zum Falk IBEX 32 eine eindeutige Verschlechterung, hier war noch eine robustere Mini-USB-Buchse verbaut. Diese hat die letzten 7 Jahre trotz häufiger Benutzung schadlos überstanden.

Bei meinem neuen Falk IBEX 32 hat die extrem empfindliche USB-Micro-Buchse nun nach 9 Monaten regelmäßigem gebrauch (im Schnitt ca. 3-4 mal pro Woche Benutzung der USB-Buchse) einen Wackelkontakt an der Buchse und daraus resultiert ein Kontaktproblem.

Der Stecker lässt sich weit von links nach rechts bewegen, der Blechkäfig der USB-Buchse ist hier durch das häufige an- und abstecken des USB Kabels aufgebogen bzw. aufgeweitet. Auch hält das USB-Kabel trotz Rasthaken nicht mehr zuverlässig in der Buchse.

Wird das Navigationsgerät mit dem PC verbunden, bricht die Verbindung bei Bewegung des Kabels ab oder wird wieder hergestellt. Die Datenübertragung ist somit störanfällig geworden.

Beim Laden muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass der Stecker sich in einer "Mittelposition" befindet, sonst findet kein Ladevorgang mehr statt. An meinem Fahrrad ist mit einem anderen USB-Micro-Stecker das Laden über das B&M-USB-Werk fast gar nicht mehr möglich, der Stecker muss in eine Zwangslage gebracht werden, dass der Ladevorgang anfängt. Bei leichten Unebenheiten auf der Strecke und den daraus resultierenden Stößen bewegt sich der Stecker allerdings wieder leicht in eine andere Position und der Ladevorgang bricht ab.

Daher habe ich das Navigationsgerät zur Reparatur wieder zu Falk geschickt.

Generell ist soviel dazu zu sagen, dass die USB-Micro-Buchse für ein Outdoor-Navigationsgerät relativ unglücklich gewählt worden ist, denn die Robustheit ist nur sehr begrenzt. Nach ca. 150-maliger Verwendung dieser Steckverbindung (sowohl regelmäßiger Ladevorgänge) ist die Buchse schor sehr verschlissen und erste Problem treten auf.

Eine Alternativweg, um die Buchse zukünftig zu schonen ist, dass ich mir das separate Ladegerät von Falk gekauft habe und somit den Akku aus dem Navi entnehme und dort einlege. Somit wird die USB-Buchse hier geschont und ich möchte die Buchse nur noch für die Datenübertragung nutzen.

Prinzipiell empfiehlt sich ein sehr sorgsamer Umgang mit der Buchse und es wäre sehr wünschenswert, dass Falk bei zukünftigen Gerätegenerationen wieder auf robustere Steckverbindungen umsteigt!

Zubehör für das Outdoornavigationsgerät

Zweitakku

Bei längeren Touren (größer 10 Stunden) ist die Akkukapazität langsam erschöpft und wenn keine Lademöglichkeit vorhanden ist, bietet hier ein Zweitakku Abhilfe. Er ist relativ kompakt und leicht (Li-Ionen-Technologie) und daher teilweise bei wenig Gepäckmöglichkeiten und auch zwecks Handling des Geräts einer Powerbank, welche über den USB-Anschluss angeschlossen werden kann, vorzuziehen.

Ich habe nach den schlechten Erfahrungen mit Zubehörakkus für das Falk IBEX30 mich für einen original Akku entschieden, der allerdings auch fast den dreifachen Preis hat. Dafür ist hier auch eine zuverlässige Funktion gewährleistet.


Powerbank

Zusätzlich zu meinem Zweitakku habe ich mir für alle Geräte (auch Digitalkamera oder Handy) eine günstige Powerbank von Varta gekauft, welche mit herkömmlichen Batterien (Mignonzellen) über einen USB-Adapter auch das Navigationsgerät aufladen kann. Dies ist vor allem bei längeren Touren , wo keine Lademöglichkeit mit Hilfe des Ladegeräts oder Nabendynamos möglich ist (größere Wanderungen), eine brauchbare Lösung, zumal Mignonzellen handelsübliche Batterien sind, welche in jedem Supermarkt erhältlich sind.

Kartenmaterial

Da ich meine erste Transalp-Radreise noch mit dem Falk IBEX30 der ersten Generation gemacht habe und hier nur Kartenmaterial für Deutschland aufgespielt war, musste ich mir Kartenmaterial von Falk hinzukaufen, um auch in Österreich oder Italien navigieren zu können. Dieses Premiumkartenmaterial wird auf einer Micro-Speicherkarte geliefert und ist für diverse Länder verfügbar. Da das Kartenmaterial sehr teuer ist und auf dem Falk IBEX30 der neuen Generation auch bereits Basiskartenmaterial für ganz Europa serienmäßig aufgespielt ist sowie darauf auch GPX-Tracks brauchbar dargestellt werden können, ist der Kauf von Kartenmaterial (zum Beispiel der Schweiz) zu überlegen. Vorteil war, dass ich die Micro-Speicherkarte kopieren konnte und für beide meiner Falk IBEX-Geräte verwenden kann.


Weiteres Kartenmaterial für das Falk IBEX 32


Tasche für Navigationsgerät

Während einer Wanderung möchte man gerne das Navigationsgerät geschützt und dennoch greifbar mit sich führen, dazu bietet sich eine Gürteltasche an. Bei Kauf des Geräts bestellte ich mir eine original Tasche von Evoc hinzu, die mit 30 Euro schon in einer höheren Preiskategorie liegt aber mir gefiel das Design des Tasche. Nachdem diese aber bei meinem gewähltem Onlineshop (jacobelectronik) nach ca. zwei Monaten immer noch nicht lieferbar war, stornierte ich die Bestellung.

Inzwischen habe ich eine beinahe passende und sehr robuste leuchtorangene Messgerätetaschegeschenkt bekommen, welche am Gürtel befestigt werden kann und auf Grund der großzügigen Größe sowie einem zweiten separaten mit Klettverschluss verschließbaren Fach auch Zubehör wie Ladekabel oder Zweitakku aufnehmen kann.


Externes USB-Ladegerät

Da die Micro-USB-Buchse am Falk IBEX 32 sehr empfindlich ist und diese nach häufiger Benutzung bei meinem Navigationsgerät einen Wackelkontakt bekommen hat, habe ich mir ein zusätzliches Ladegerät für den Akku des Falk IBEX 32 / 25 gekauft.

Hier bei handelt es sich um ein leichtes und kompaktes Gerät, welches ebenfalls über eine USB-Micro-Buchse mit Spannung versorgt wird.

Dieses Gerät kann dann auch in einer Lenkertasche mitgeführt werden und der Zweitakku während der Fahrt aufgeladen werden. Der Akku liegt in eingelegtem Zustand sehr fest in der Halterung und die Gefahr, dass sich dieser durch Erschütterungen herauslöst, ist sehr gering.


 

Die Akkuladestation ist mit einem Micro-USB-Kabel mit einer USB-Spannungsversorgung verbunden. die grüne LED signalisiert Bereitschaftszustand und der Akku des Falk IBEX 32 / 25 kann eingelegt werden.

Der Akku ist eingelegt und solange dieser geladen wird, leuchtet die LED rot auf. ISt der Ladevorgang beendet, leuchtet die LED bei eingelegtem Akku wieder grün auf. Der Ladevorgang eines komplett leeren Akkus dauert ca. 2 Stunden.



Video Navigationsgeräte Falk Ibex30 / Ibex32

In diesem Video stelle ich die beiden Navigationsgeräte Falk Ibex30 sowie Falk Ibex32 noch einmal ausführlich vor und berichte über meine Erfahrungen damit, welche ich mit den beiden Geräten in den letzten 10 Jahren hatte.


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