Tag 06 Von Aggstein nach Wien!


Nach einer zweiten langen Nacht des Radzentrierens (mit unsere mitgenommenen "Spezialgabelwerkzeug" aus Deggendorf, die Vermieterin dort möge es uns verzeihen) traten wir die letzte Etappe nach Wien an, welche wir bei heftigem Gegenwind auch relativ gut meisterten. Zumindest die Taktik der Windschattenfahrens war hier sehr hilfreich, auch wenn die Rollenverteilung hier nicht ganz ausgeglichen war:-P Allerdings waren wir an diesem Tag nach der langen Nacht nicht mehr ganz so fit und wir spürten auch die letzten fünf erlebnisreiche Tage in den Knochen. Das Rad war auf das notdürftigste Zusammengeflickt (die Felge machte Seitenschläge von ca. 5mm!) und wir hofften damit die letzten Kilometer bis nach Wien einrollen zu können.

Der Radweg war auch auf diesem Streckenabschnitt sehr gut ausgebaut und wir kamen zügig voran, im Hintergrund die Weinanbaugebiete der Wachau, dazwischen so manches idyllische Weindorf.

Zur Mittagszeit machten wir dann an einer kleinen Imbissbude am Donauradweg eine Pause, hier wurden österreichische Brotzeitspezialitäten vom Bauernhof verkauft (Bauernbrot mit Schafskäse oder Schmalz, dazu Apfelwein gespritzt)

Die Einfahrt in die Landeshauptstadt Wien war ganz unspektakulär, zuerst nur Schrebergärten, dann die ersten Häuser und Villen und plötzlich das Ortsschild "Wien"!

Dann ging es am alten Donaukanal entlang, links und rechts waren Skatebordfahrer und Grafittisprayer und wir wurden hier dann von einer schönen Strandbar, der Strandbar Hermann, am Donauufer abgefangen.

Dort wurde unsere Ankunft mit einigen Bieren und Cocktails ausgiebig und lange gefeiert, bevor wir uns dann zu unserer Unterkunft, bei einem Bruder des Kollegen, aufmachten.

Als wir alle geduscht waren, die Fahrräder verstaut und das Nachtlager hergerichtet war und der Mietwagen organisiert war, gingen wir dann erst einmal in einer traditionellen Wirtschaft ein Wiener Schnitzel in Wien essen.

Gestärkt ging es dann in das Nachtleben von Wien über, wo ein Straßenkonzert stattfand. Auch lernte ich hier den Begriff "Pferdeleberkässemmel" kennen und was das war. Die Möglichkeiten des Nachtlebens in Wien sind beinahe unbegrenzt, doch unsere Kraft war nach diesem Radurlaub auch irgendwann zu Ende und um ca. 3 Uhr Morgens entschieden wir uns dann gegen die Pratersauna und es ging dann zurück in die Wohnung wo wir alle übermüdet aber erfüllt vom Urlaub ein paar Stunden schliefen.

Am nächsten Morgen ging es dann sehr übermüdet aber glücklich in einem Leihwagen, den wir am Abend zuvor am Hilton-Hotel abgeholt hatten, zurück in den Schwarzwald!


Tourdaten    
     
Startpunkt: Aggstein  
Ziel: Wien  
Streckenlänge: 99km  
Höhenmeter: 539m  

Gps Track zum download:



Ortschaften am Donauradweg

  • Aggstein 0km
  • St. Johann im Maurerthale 3,6km
  • Oberarnsdorf 5,5km
  • Hofarnsdorf 7,3km
  • Mitterarnsdorf 7,8km
  • Bacharnsdorf 8,6km
  • Sankt Lorenz 12,1km
  • Rührsdorf 13,3km
  • Rossatz 15,3km
  • Rossatzbach 16,5km
  • Hundsheim 20,5km
  • Mautern an der Donau 22,0km
  • Palt 25,0km
  • Krems-Süd 32,5km
  • Zwentendorf an der Donau 52,6km
  • Kleinschönbichl 54,6km
  • Pischelsdorf 56,5km
  • Langschönbichl 59,3km
  • Kronau 61,5km
  • Tulln 66,6km
  • Langenlebarn-Oberaigen 70,1km
  • Langenlebarn-Unteraigen 71,6km
  • Muckendorf an der Donau 74,2km
  • Greifenstein 81,0km
  • Höflein an der Donau 83,6km
  • Kritzendorf 86,8km
  • Klosterneuburg 90,2km
  • Kahlenbergerdorf 95,2km
  • Wien 99,6km

Befahrene Fernradwege:

Donauradweg:



Literatur zum Donauradweg/Wien

Baedeker SMART Reiseführer Wien: Perfekte Tage in der Stadt der Musik

 

Der Baedeker SMART Wien führt mit perfekten Tagesprogrammen durch die einzelnen Viertel der österreichischen Hauptstadt und zeigt die beliebtesten Attraktionen, jeweils mit Tipps für kleine Pausen in Kaffeehäusern, Restaurants oder Beisln.

Den Auftakt bilden die TOP 10 Wiens: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die man unbedingt gesehen haben muss, von der absoluten Nummer eins bis zur nicht mehr ganz so wichtigen Nummer zehn. Wien emotional zu erleben - dabei helfen die Tipps des "Wien Gefühls", zum Beispiel ein Besuch in einem der vielen berühmten Kaffehäuser oder ein kulinarischer Bummel über den Naschmarkt.
"Das Magazin" erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten über das Leben in der Kulturstadt. Vorgestellt wird Wien als Brennpunkt der Geschichte Europas und wie Wien sich zu einer Weltmetropole entwickelte. Erzählt wird auch von der außergewöhnlichen Architektur der Stadt, dem Wiener Jugendstil, den kulinarischen Spezialitäten wie der Sachertorte und dem Wiener Schnitzel, hochinteressanten  Museen und der in aller Welt berühmten Musik.
In fünf nach Stadtvierteln gegliederten Kapiteln werden die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten vorgestellt und auf einer erlebnisreichen Tagestouren erkundet, die natürlich auch Zeit für genussvolle Pausen einplanen. Detailreiche 3D-Grafiken blicken in die Albertina oder das Schloss Schönbrunn. Abgeschlossen werden die einzelnen Kapitel mit den Beschreibungen ausgewählter Restaurants, der besten Shoppingmeilen und der attraktivsten Ausgeh-Adressen. Auf Ausflügen zum Stift Heiligenkreuz oder mit dem Dampfer in die Wachau entdeckt man die nähere Umgebung von Wien, und auf detailliert beschriebenen Stadtspaziergängen kann man die vielen verschiedenen Facetten der österreichischen Hauptstadt kennenlernen.

 


Wien mit dem Citybike entdecken: Die interessantesten Routen zu Kultur, Natur und Genuss

 

Radfahren in der Stadt macht frei: Mit keinem anderen Fahrzeug lässt sich Wien so intensiv erleben wie mit dem Fahrrad. Dieser praktische Guide erfindet das Rad neu, indem er der erste ist, der das Wiener Citybike-Netz mit seinen über 100 Stationen als Ausgangspunkt für Entdeckungstouren durch die Stadt wählt. Für Wien-Besucher wie für die Wiener selbst präsentiert er Informationen zu Stationen und Routen, auf denen es was zu sehen, zu genießen und zu erfahren gibt. Besonders spannend: Jene Strecken, die mit dem Auto nicht befahrbar sind – sie zeigen Wien aus einer völlig neuen Perspektive!

 



Sehenswertes in Wien

Die Stadt Wien bietet so viel Sehenswertes an, dass man zum Besichtigen aller Sehenswürdigkeiten der Stadt mehrere Monate braucht.

So muss man sich bei einem kurzen Aufenthalt, zum Beispiel bei einer Radreise auf dem Donauradweg, überlegen, welche man davon besichtigen möchte. Hilfreich ist es dabei, sich schon im vorhinein über die Möglichkeiten und die Lage der einzelnen Stätte zu machen.

Einen sehr ausführlichen Überblick über die bekanntesten Sehenswürdigkeit bietet die Homepage der Stadt Wien wien.info

Einen kleinen beispielhaften Auszug des Inhalts dieser Internetseite gebe ich folgend:

 

Der Prater

Quelle wien.info

 

Rummelplatz für viele, Ort nostalgischer Träume für manche, grüne Oase für fast alle – und Standort des Riesenrads, eines der berühmtesten Wiener Wahrzeichen. Der Wiener Prater hat von März bis Oktober Saison. Das weltberühmte Riesenrad und einige andere Attraktionen haben aber das ganze Jahr geöffnet.

 

Der berühmte Wiener Volksprater liegt im Herzen Wiens im Bezirk Leopoldstadt und bietet seinen Besuchern neben dem 1827 errichteten Riesenrad viele Attraktionen wie Ringelspiele (Karussells), Spiegel- und Lachkabinetts, Geister- und Hochschaubahnen (Achterbahnen) oder die kleine Liliputbahn, mit der die Besucher über das Rummelplatzgelände hinaus eine Rundfahrt genießen können.

Auch Kulinarisch hat der Wurstelprater – wie der Park von den Wienern noch immer liebevoll genannt wird – einiges zu bieten. Ein Muss für kulinarische Weltenbummler: die berühmte Wiener Schweinestelze und der Lángos – eine Hefeteigspezialität aus der ungarischen Küche, die gern mit viel Knoblauchwasser bepinselt im Gehen verspeist wird.

 

Zum Prater gehört auch der angrenzende Stadtpark, der zu den schönsten der Welt zählt. Hier, mitten in der Natur im Herzen Wiens ist der Besucher weit weg von der Stadt. Einst war die Aulandschaft ein beliebtes Jagdgebiet der Habsburger. Heute schlendern die Besucher auf der Hauptallee, die vom Praterstern bis zum Lusthaus reicht, unter Pappelgruppen an Wiesen und dichtem Unterholz vorbei.

Eine der größten Attraktionen in diesem Teil des Praters ist die Kastanienblüte. Während im Mai die Bäume in zarten Rosatönen erblühen, tummeln sich auf der Hauptallee Spaziergänger und Radfahrer sowie Jogger und Reiter, die Kinder turnen auf den Spielplätzen und die Jugendlichen treffen sich auf der BMX- und Skatebahn oder werfen sich auf den Beachvolleyballplätzen in den Sand.

 

Er bietet eine hervorragende Aussicht auf Wiens Altstadt und den Wienerwald sowie - je nach Wetter - in die nähere und weitere Umgebung der Stadt. Gebaut wurde der Donauturm 1964 anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau, an die heute noch der Donaupark erinnert. Hier laden große Wiesen, weitläufige Jogging-Wege, Kinderspielplätze und Blumenbeete zum Relaxen ein ...

Mut ist gefragt, wenn Sie einen Bungee-Jump aus 152 Metern Höhe vom Donauturm riskieren!
Bungee-Jumping: Sa./So. von April bis November.

 

Das Schloss Schönbrunn

Quelle wien.info

 

Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Kaiserfamilie, zählt zu den schönsten Barockanlagen Europas. Seit 1569 im Besitz der Habsburger, ließ die Frau Kaiser Ferdinands II. 1642 auf dem Areal ein Lustschloss errichten und nannte das Anwesen erstmals "Schönbrunn". Die nach der Türkenbelagerung ab 1696 errichtete Schloss- und Gartenanlage wurde unter Maria Theresia nach 1743 grundlegend umgestaltet. Den größten Teil des Jahres residierten die Habsburger in den unzähligen Gemächern, die eine kaiserliche Großfamilie neben den Repräsentationsräumen benötigte.

1830 wurde Kaiser Franz Joseph, der die bezaubernde Sisi zur Frau nahm und von 1848-1916 regierte, im Schloss Schönbrunn geboren. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Monarch zur Gänze im Schloss Schönbrunn, das schon zwei Jahre nach seinem Tod in die Verwaltung der neuen Republik überging. Heute gehört das Schloss aufgrund seiner historischen Bedeutung, seiner einmaligen Anlage und prachtvollen Ausstattung zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Schloss Schönbrunn hat 1441 Räume; davon können 45 besichtigt werden. Die Innenausstattung ist im Rokokostil (zumeist weiße Flächen mit Ornamenten aus 14karätigem Blattgold) gehalten und umfasst böhmische Kristallluster und Kachelöfen.

 


Rückfahrt mit dem Mietwagen

Die Rückfahrt von der Radreise aus Wien zurück in den Schwarzwald sollte damals möglichst bequem und zuverlässig erfolgen, da ein Kollege am nächsten Tag eine Familienfeier hatte.

Da man von der Bahn oft sehr verlassen wird, wenn man sich auf diese verlässt, entschieden wir uns für die Rückfahrt mit einem Mietwagen.

 

Diesen buchten wir damals vorab online (Kreditkarte erforderlich) bei der Autovermietung Sixt und der Wagen konnte dann im Hiltonhotel in Wien abgeholt werden. Abgegeben werden kann dann das Auto in jeder Filiale in Deutschland.

Diese Rückreise war nicht ganz kostengünstig, da mit dem Wagen eine Landesgrenze passiert wurde, die Kosten beliefen sich damals auf ca. 400 E für eine Großraumwagen. Erwartet hatten wir einen Kleinbus, leider war es dann aber nur ein Ford S-Max.

Aber nachdem die Räder alle zerlegt waren , konnten vier Mann mit Gepäck und den drei Rädern im Auto platz finden!

 

offizielle Homepage der Autovermietung Sixt