Tag 07 Mit dem Trekkingrad auf der Großglockner Hochalpenstraße

Der siebte Tag meiner Radtour war voll der Erkundung der Großglockner Hochalpenstraße mit meinem Trekkingrad gewidmet und ich wollte nach Möglichkeit mit meiner neuen wasserdichten Kamera viele bleibende schöne Erinnerungen festhalten.

Am Tag zuvor war das Wetter trocken und Sonnig gewesen und über Nacht hatte es kurz geregnet, was zu dieser Jahreszeit in den Alpen oft üblich ist, da das Wetter sehr wechselhaft ist.

Somit hoffte ich, dass auch am nächsten Tag das Wetter schön sein wird und dich meine Wasserdichtigkeit der Kamera nicht brachen würde, denn bei einstelligen Temperaturen und Regen wird so eine Tour schnell zur Tortur.

Früh am Morgen ging es dann aus den Federn und ich frühstückte ausgiebig in der gemütlichen Stube der Pension Resch mit hausgemachter Marmelade und Vollkornbrot.

Der Himmel war klar, auf der Großglockner Hochalpenstraße um diese Uhrzeit kaum Verkehr und nach einem Foto vor der Pension wünschte mir die Vermieterin alles Gute für die Tour und einen schönen erlebnisreichen Tag.

Da es am Nachmittag eventuell regnen sollte, hatte ich die Regenausrüstung mit im Gepäck, ausreichend zu trinken und jede Menge Riegel und Powegels mit dabei. Die ersten Kilometer in Richtung Ferleiten verliefen noch relativ eben, bis es dann kurz vor der Mautstelle merklich mit der Steigung anzog, welche sich dann zwischen 10 - 12% befand.

An der Mautstelle war eine kleine beschrankte Pforte für die Radfahrer, welche die Mautstraße kostenlos befahren dürfen und ab da an ging es dann stetig bergauf. Zur frühen Stunde war kein weiterer Radfahrer außer mir unterwegs (ich wurde zumindest die ganze Strecke aufwärts von keinem Rennradfahrer überholt) und auch der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen. Als ich dann auf ca. 1800 Meter über N.N. angelangt war, zog der Autoverkehr allerdings merklich an (ca. 10:30). Vor allem die vielen Oldtimertraktoren (Kolonnen von 10 - 15 St.) sowie die ganzen Oldtimermotorräder spuckten dunkle und nach Benzin riechende Abgase aus, welche mir den Atem raubten. Doch ich genoss an solchen Momenten kurz die Aussicht an den zahlreichen Aussichtsplätzen rechts und links der Großglockner Hochalpenstraße und konnte bei Sonnenschein viele Bilder von der Aussicht, den Pflanzen und auch Murmeltieren machen.

Dann erreichte ich auch am frühen Mittag das Fuscher Törl und beschloss darauf von hier aus erst einmal voll hoch auf die Edelweissspitze zu fahren, der höchste Punkt der Großglockner Hochalpenstraße auf 2571 Meter über N.N.. Leider waren auf dieser Höhe doch ein paar Wolken vorhanden und der Großglockner war nur kurzzeitig in der Ferne zu sehen. Von der Edelweisspitze ging die Tour dann durch eine Senke weiter vorbei am Fuscher Lake hinauf zum Hochtor, die Passhöhe der Großglockner Hochalpenstraße. Von hier aus führt die Straße dann wieder abwärts nach Heiligenblut. Ich wollte allerdings zurück zu meiner Pension, somit ging es abermals durch die Senke wieder zum Fuschertörl und hier spürte ich dann auch zum ersten mal die geleisteten Höhenmeter in den Beinen. Am Fuscher Törl genoss ich noch einmal die Aussicht in die Ferne und hoffte auf einen Sicht auf den Großglockner, was mir allerdings verwehrt blieb.

Es zog langsam dichter Nebel auf und mir wurde kalt. Somit beschloss ich die Abfahrt zur Mautstelle, wo ich dann in der Sonne an einem Kiosk ein Bier nach diesem Tag genoss.

Abends stärkte ich mich dann bei einer regionalen Spezialität, einem Surschnitzel (das Fleisch wird mehrere Tage in Gewürze eingelegt wie Tiroler Speck), und dann ging es müde aber glücklich nach diesem schönen Tag der Radtour ins Bett, da es am nächsten Tag ja weiter auf dem Tauernradweg entlang ging. 


Tourdaten    
     
Startpunkt: Fusch an der Großglocknerstraße  
Ziel: Fusch an der Großglocknerstraße  
Streckenlänge: 49km  
Höhenmeter: 2344m  

GPS-Track zum herunterladen:



Befahrene Fernradwege:

Die Großglockner Hochalpenstraße:



Unterkunft

Name: Pension Resch
Adresse:

Glocknerstraße Z 112

A-5672 Fusch an der Großglocknerstraße

Telefon:  +43 6546 214

Zimmerpreis

pro Nacht

(Einzelzimmer

mit Frühstück):

ca. 36 E

Homepage:

 

Unterstellmöglichkeit

Fahrrad:

 Balkon / im Garten

Preis / Leistung:

 gut - sehr gut

Beschreibung laut Vermieterin:

Unser Haus zeichnet sich besonders durch die echten antiken Möbel aus, mit denen das ganze Haus (auch die Zimmer) eingerichtet ist. Weiters haben wir eine kleine, hauseigene Galerie.
Unsere Familie bedient die Gäste selbst und wir servieren hausgemachte Produkte in gemütlicher Atmosphäre.
Unsere Zimmer verfügen über Dusche oder Bad und WC und Balkon.

 

Besonderheiten:

Die Pension Resch ist eine Pension, in der Tradition groß geschrieben wird. Das komplette Haus ist ein echtes "Alpenhauses", ein sehr schönes Holzhaus mit vielen Balkonen und Kupferdach. Auch im inneren ist alles noch original eingerichtet und die Zeit ist hier in den 60-ern und 70-ern Jahren stehen geblieben, zum Beispiel bei den original James Bond Romanen oder den Bastei Journalen, welche im Nachttischchen liegen.

Die Frau Jordan kümmert sich sehr führsorglich um das Wohl der Gäste und zum Frühstück wird Vollkornbrot mit hauseigenen Marmeladen gereicht.

Für alle Interessierten der Malerei steht die Tür der Malerwerkstatt von Frau Jordan jederzeit offen, hier kann sehr detaillierte Blumenmalerei bewundert werden.

Zur warmen Jahreszeit ist der Garten um das Haus ein wahrer Augenschmaus, Blumen und Sträucher soweit das Auge reicht. Am Abend kann dann dem Rauschen des Hirzbach Wasserfalls vom Balkon aus zugehört werden.

Wer sich ein geräumiges Bad sowie ein modern eingerichtetes Zimmer und ein ausgiebiges Frühstücksbuffet wünscht, sollte sich allerdings nach einer anderen Pension / Hotel umschauen.


Einkehrmöglichkeiten auf dieser Radtour

Name Gasthof Wasserfall
Adresse

Zeller Fusch 119,

A-5672 Fusch

Homepage http://www.gasthof-wasserfall.at/
Telefonnummer +43 6546 249
Küche

gutbürgerliche Gerichte

Qualität Essen gut-sehr gut
Preis - Leistung gut
persönlich getestet 1x

Beschreibung

Im Gasthaus Wasserfall in Fusch wird gutbürgerliche Küch sowie regionale Spezialitäten serviert. So wurde mir in diesem Restaurant von der Bedienung (ein sehr lustiger Holländer in Lederhose)  die aktuelle Tagesspezialität "Surschnitzel" empfohlen. Diese bewahrheitete sich als echter Gaumenschmaus und die Portion war mehr als üppig mit drei Scheiben Schnitzel. Lediglich der Salat war etwas lieblos zubereitet und sah aus, als ob er durch einen Gartenhäcksler durchgelassen wurde. Die Preise für das Schniposa mit 13 Euro sowie ca. 4 Euro für ein großes Bier sind sicherlich kein Schnäppchen aber regional angemessen (Tourismusregion).


Die Großglockner Hochalpenstraße


(Quelle offizielle Homepage Großglockner Hochalpenstraße / Wikipedia)

Allgemeines

Das Hochgebirge und der Großglockner: Was einst nur geübten Bergsteigern vorbehalten war, ist seit der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße ein Erlebnis für Groß und Klein, das sich ungebrochener Begeisterung und Faszination erfreut. Seit der Eröffnung der Alpenstraße im Jahr 1935 hat sich viel verändert. Die Straße wurde breiter, sicherer und komfortabler. Ausstellungen und Museen, Hütten und Berggasthöfe, Besucherzentren und Infostellen rücken die vielfältige Bergwelt mit ihrer Fauna & Flora mitten im Nationalpark Hohe Tauern in den Mittelpunkt. Die Gebirgsstraße fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, ermöglicht ein einmaliges Bergerlebnis – und sorgt seit mehr als 80 Jahren auf 48 Kilometern für unvergleichlichen Fahrspaß.

 

Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet als hochalpine Gebirgsstraße die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten. Sie führt von Bruck an der Großglocknerstraße über die beiden Pässe Fuscher Törl und Hochtor (Tunnelportal 2504 m ü. A., historische Passhöhe 2576 m ü. A.) nach Heiligenblut am Großglockner und weist Abzweigungen zur Edelweißspitze und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf. Sie ist die höchstgelegene befestigte Passstraße in Österreich.

 

Jeder Kilometer und jede einzelne der insgesamt 36 Kehren der Großglockner Hochalpenstraße ist ein Genuss! Das erklärte Ziel aller Besucher ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Von hier eröffnet sich der Blick auf den höchsten Berg Österreichs, der mit seinen 3.798 Metern den größten Gletscher der Ostalpen, die neun Kilometer lange Pasterze, überragt. Der schneebedeckte Johannisberg rundet das Bergpanorama ab. Der Wanderweg in die Gamsgrube, mitten hinein ins Sonderschutzgebiet des Nationalparks Hohe Tauern, ermöglicht einmalige Aussichten und die Beobachtung von seltenen Alpentieren wie den majestätischen Steinböcken. Auf der nach dem Habsburgerkaiser Franz Joseph benannten Höhe wartet das Besucherzentrum mit Ausstellungen und zahlreichen Attraktionen!

 

Verlauf

Die von Bruck im Salzachtal nach Heiligenblut im Mölltal führende Straße ist 47,8 km lang und überquert den Alpenhauptkamm.

Die Straße beginnt schon in Bruck, auf der anderen Salzachseite beim Gasthof Lukashansl. Sie ist auf den ersten 10 Kilometern als Landesstraße ausgewiesen (L271 Großglockner Landesstraße), seit dem Bau der Umfahrung Bruck der B311 Pinzgauer Straße erst ab dem Knoten mit dieser. Bis km 10 (Embachkapelle in Fusch) ist sie eine öffentliche Straße.

Im Fuscher Tal verläuft die Straße über die Ortschaft Fusch an der Glocknerstraße zur Mautstation Ferleiten (1151 m ü. A., ♁⊙). Dort steigt sie über die Station Piffkar (1633 m ü. A., ♁⊙) und vorbei an der Blockhalde Hexenküche auf das Obere Nassfeld (Wilfried-Haslauer-Haus, 2268 m ü. A., ♁⊙) und auf das Fuscher Törl (2428 m ü. A., ♁⊙) zwischen dem Fuschertal und dem Raurisertal in vielen Serpentinen an. Beim Fuscher Törl zweigt die etwa 2 km lange Panoramastraße Edelweißspitze (2571 m ü. A.) ab.

Danach fällt die Straße zur Fuscher Lacke (2261 m ü. A., ♁⊙) ab und durchtunnelt das Mittertörl (2375 m ü. A.; Tunnelhöhe 2335 m ü. A., ♁⊙), wo bei Wegscheid das Seidlwinkeltal in die Rauris abfällt. Ein weiterer Tunnel überquert am Hochtor (2576 m ü. A.; Tunnelhöhe 2506 m ü. A., ♁⊙) die salzburgisch-kärntnerische Grenze und die Wasserscheide Salzach (Inn)/Drau.

Von der Hauptstraße führt schon weit im Mölltal die Gletscherstraße weg auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2369 m ü. A., ♁⊙) am Pasterzengletscher mit Blick auf Großglockner, während die Glocknerstraße selbst nach Heiligenblut hinabführt. Auf Kärntner Seite liegen das Wallackhaus und Schachnern an der Straße. Das Mauthaus Heiligenblut (1691 m ü. A., ♁⊙) liegt noch hoch über dem Ort.

 

Strassenbefahrbarkeit

Öffnungszeiten:
Anfang Mai - 31. Mai: 6.00 - 20.00 Uhr
1. Juni - 31. August: 5.00 - 21.30 Uhr
1. Sept. - Ende Okt./Anfang Nov.: 6.00 - 19.30 Uhr                

(per Klick vergrößerbar)


Impressionen Tag 07

Voller Tatendrang mache ich mich kurz vor 9:00 Uhr Morgens auf den Weg hinauf auf der Großglockner Hochalpenstraße. Die Straße ist an diesem Wochentag zu dieser Zeit fast unbefahren.

Von Fusch führt die Straße zuerst einmal nach Ferleiten, wo sich die Mautstelle befindet. Langsam zieht die Steigung auch an

Die ersten Höhenmeter sind geschafft und ich genieße den Blick auf den Wasserfall gegenüber und das frische Grün im Tal.

Dann erreiche ich zwischen 1800 Meter über N.N. und 2000 Meter über N.N. die Baumgrenze und auf dieser Höhe wachsen nur noch wenige Kiefer- und Lärchenbäume.

Ein paar Meter weiter aufwärts blühen ganze Flächen voller Enzian!

Dann geht es die letzten Höhenmeter hinauf zum Fuschertörl. Auf dieser Höhe von ca. 2300 Meter über N.N. liegt auch Anfang Juni noch jede Menge Schnee.

Dann kann ich ein Murmeltier aus nächster Nähe aus beobachten. Dadurch das zahlreiche Touristen die Tiere regelmäßig füttern, sind diese inzwischen sehr zahm geworden.

Dann stehe ich endlich am Fuschertörl, ein Zwischenziel am heutigen Tage bei meiner Erkundung der Großglockner Hochalpenstraße.

Danach erreiche ich die Edelweißspitze, welche mit 2571 Meter über N.N der höchste Punkt der Großglockner Hochalpenstraße darstellt.

Blick auf den Fuscher Lacke, welche in einer Senke zum Pass am Hochtor liegt.

Mit dem Wetter hatte ich an diesem Tag Glück, jedoch liegen die Höheren Gipfel >3000 Meter über N.N. fast ausnahmslos in den Wolken.

Dann erreiche ich den offiziellen Pass der Großglockner Hochalpenstraße am Hochtor. Auf dieser Seite des Tunnels geht es wieder bergab nach Heiligenblut.

Dann führt meine Tagestour auf der Großglockner Hochalpenstraße wieder zurück zum Fuscher Törl, von wo aus ich zurück ins Tal nach Fusch fahre.

Auf dem Rückweg schaue ich noch mal in Richtung des Gipfels des Großglockners, dieser hängt aber in den Wolken und der Blick bleibt mir an diesem Tag verwehrt!

Nach einem sehr erlebnisreichen Tag auf der Großglockner Hochalpenstraße und einer kühlen Abfahrt erreiche ich dann wieder die Mautstation in Ferleiten.